Es gibt mal wieder was neues.
Ich habe in letzter Zeit das ein oder andere Foto gemacht und einige davon im Netz veröffentlicht. Einsehen lassen sich die Bilder in meinem Webalbum.
Der Link steht außerdem jetzt bei meinen Links.
Es gibt mal wieder was neues.
Ich habe in letzter Zeit das ein oder andere Foto gemacht und einige davon im Netz veröffentlicht. Einsehen lassen sich die Bilder in meinem Webalbum.
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Ich hab es ja schon immer geahnt: Das WEB 2.0 ist ein großer Schwindel. Nicht in dem Sinne, dass es nicht existieren würde, wer diesen Blog ließt, befindet sich da, was man gemeinhin Web 2.0 nennt, aber in dem Sinne, was es sich dabei nur um einen großen Medienschwindel handelt.
Web 2.0 besagt ja primär vor allem, dass es sich um „user generated content“ also vom Nutzer erzeugte Inhalte handelt und das diese Inhalte miteinander verknüpft sind in „social networks“. Mir ist bewusst, dass das ganze etwas verkürzt dargestellt ist, aber der Einfachheit wegen muss das reichen.
Im Web 1.0 so lehrt das Lehrbuch wissen herrschte also, ähnlich wie in den klassischen Medien, eine Produktions Asymetrie, zwischen großen Firmen bzw. komplexeren Gebilden an Herausgebern und einzelnen Rezipienten, so dass auch die theoretisch vorhandene Möglichkeit des Rückkanals nicht genutzt wurde oder in seiner Wirkung, sich qualitativ nicht von einem gewöhnlichen Zeitungsleserbrief unterschied. Die Rezipienten waren den Kommunikatoren also so hilflos ausgeliefert, wie das in der „alten“ Medienlandschaft, zwischen Presse und Rundfunk der Fall gewesen war. Das war die traurige, graue Web 1.0 Welt, doch dann, dann kam das Web 2.0 und alles wurde anders.
Wirklich? Ganz anders? Alles neuer, bunter und schöner?
Versucht man das zeitlich zu fassen würde ich sagen, das gemessen an den Nutzerzahlen, die 1998 in Deutschland so um die 10% der Bevölkerung gelegen haben müsste, 1998 auf jeden Fall noch Web 1.0 war, von einer breiten Netzöffentlichkeit, kann selbst der enthusiastischste Web 2.0 Fanatiker nicht sprechen bei rund 10 % „Onlinern“ und was das wichtigste ist, der Begriff Web 2.0 existierte noch nicht, das Internet war schlicht noch nicht wirklich in der Bevölkerung angekommen. 1998 schreibt Werner Faulstich (Prof. für Medien und Öffentlichkeitsarbeit) in seinem Buch „Grundwissen Medien“ im Kapitel zu Medienpolitik, nachdem er die Wichtigkeit, einer freien Öffentlichkeit für die Demokratie betont und implizit rationale Medienpolitik gefordert hat, über Probleme „[...]in diesem Zusammenhang [bezüglich] Hoffnung auf neue Formen demokratischer Öffentlichkeit im Gefolge von Online-Medien, wie sie jüngst euphorisch immer wieder geäußert werden. Insbesondere das Internet mit den immer ncoh im AUfbau befindlichen Datenautobahnen erscheint als neuer Art von Gegenöffentlichkeit.“ Im Folgenden führt er dann die Probleme auf, die aus dem entstehen, was wir heute „Digital Devide“ nennen und den Relevanzproblemen durch übermäßige Fragementierung, also praktisch das, was auch heutige Web 2.0 Skeptiker immer wieder, nicht ganz zu unrecht wie ich finde, anbringen. Wenn man das ließt, fragt man sich doch, ob die Wortschöpfung Web 2.0 wirklich gerechtfertigt ist oder, ob es sich dabei nicht eher um ein tolles neues Marketing Wort handelt.
Außerdem ist die Fülle an Communityseiten, die von der Bedienung und der Ausrichtung zwar noch etwas anders waren, aber letztlich inhaltlich mehr hergemacht haben, als heutige Web 2.0 Wunder wie studiVZ. Anzuführen ist hier z.B. gulli.com, eine deutsche Seite, eine Geburt der deutschen Szene (soweit ich informiert bin), in gewisser Weise in den anfangs Tage nicht mehr als ein deutsches astalavista.com, im Jahr 2000 kam ein Board dazu und damit sollte man eigentlich von einer Community ausgehen können, auch wenn die alten Boards noch nicht so schön glänzten wie heutige Web 2.0 Portale.
Auch ein anderer Punkt, der aber in eine ähnliche Kerbe schlägt, unterstützt diese These. Kommen wir noch einmal auf die User des Jahres 1998 zurück, auch wenn ich dafür keine empirischen Daten habe, kann man doch davon ausgehen, dass diese 10 % der Bevölkerung, die „online“ waren, schätzungsweise in der Bedienung von Computern überdurchschnittlich kompetent waren, eine Annahme, die die „Hackerhomepage“ gulli.com noch unterstützt. Und es darf davon ausgegangen werden, dass auch ein nicht zu geringer Teil dieser Nutzer an dem erstellen der Inhalte beteiligt war, was zu gegebener Maßen damals noch etwas komplizierter war, als es heute ist, aber die damaligen User waren schließlich auch überdurchschnittlich kompetent auf dem Gebiet der Internetnutzung.
Dann kam der große Internetboom und die Nutzerzahlen sind rapide nach oben geschossen, auf ca. 60% im Jahr 2006 und mit diesem Boom kam es zu einem Phänomen, dass ich mal die Kompetenzschere nenne. Die Massen an neuen Usern waren schlicht nicht in der Lage ihre eigenen Inhalte ins Netz zu stellen, weil es für sie noch zu umständlich und bedienungsunfreundlich war, technisch war es genauso möglich wie heute, nur das die Bandbreite Videosharing und ähnlichem sicher einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Durch die aufklaffende Kompetenzschere ist also der relative Anteil an user-generated Content abgefallen. Hinzukommt eine Zunahme an privat-kommerziellen Inhalten a la web.de (auch wenn es das bestimmt schon deutlich früher gab, aber damit klar ist, was ich meine) und langsam auch Firmenpräsenzen etc. Was zu einer relativ großen Asymetrie zwischen „privat-kommerziellem“ und „user-generated“ Inhalten führte. Nach dem Platzen der Dot.Com-Blase änderte sich die Situation vor allem auf zwei Ebenen, der Benutzerfreundlichkeit der Software (auch oder gerade der Serverseitigen) und der Bandbreite, was typische Web 2.0 Phänomene wie Podcasts, Flikker und YouTube erst möglich bzw. praktikabel machte. Dieser Gewinn an Benutzerfreundlichkeit vermochte den Verlust an Kompetenz auszugleichen, der durch den explosiven Anstieg an Nutzern einhergegangen war, so dass sich der relative Anteil von user-generated Content wieder erhöhen konnte. Die Explosion an Blogs und Öffentlichkeit, die die Netzszene, die, wie gezeigt, kein wirklich neues Phänomen ist, registriert hat, ist außerdem auch den von der Blogsphäre so verhassten klassischen Medien zu verdanken, weil sich ein medialer Hype um Blogs u.ä. aufgetan hat, während einer allgemeinen Interneteuphorie und zugegebener Maßen spektakulären Berichten z.B. aus dem Irakkrieg.
Dem Punkt der Asymetrie zwischen Kommunikator und Rezipient kann man noch entgegen halten, dass heute viele der großen Plattformen wie StudiVZ auch nicht ger ade die Götter einer solidarischen OpenSource Gesellschaft sind. Und das der Podcast natürlich auch einen vollkommen unkommerziellen Namen trägt. Und Kommunikation auf einer Ebene war früher in Foren und in der alten Netzgesellschaft schließlich auch schon möglich.
Ich bezweifele nicht, dass das Internet an Bedeutung gewonnen hat für die öffentliche Meinung, aber das Fernsehen hat in den späten 50er und 60er Jahren auch sehr an Bedeutung für die öffentliche Meinung gewonnen und obwohl es erste Fernsehprogramme schon in den 30er Jahren gab, sprechen wir heute nicht von TV 2.0 oder in unserer Zeit wohl eher von TV 5.0. Und natürlich fehlen dem Fernsehen praktisch alle Eigenschaften dessen, was heute Web 2.0 genannt wird, aber das Fernsehen hat genauso wenig eine qualitative Veränderung im Dispositiv durch gemacht, wie das Internet oder Web 1.0. Der Unterschied des Web 2.0 zum Web 1.0 lässt sich meiner Meinung nach auf die natürliche technische Weiterentwicklung des Mediums zurück führen in Punkto Benutzerfreundlichkeit und Zugangsmöglichkeit bzw. Bandbreite, nicht auf eine im engeren Sinne qualitative Veränderung des Mediums.
Man kann diese Theorie vielleicht wegen nicht ganz korrekter Daten kritisieren, aber ich sage, die genau Datierung spielt nicht wirklich eine Rolle, das frühe Internet, war ein privater Klub erst von Militärs, dann von Wissenschaftlern und IT-Fachleuten, das Internet fand, ich sag mal, vor 1992 in der (deutschen) Öffentlichkeit absolut nicht statt. Für andere Weltgegenden wie die USA muss dieser Zeitplan überhaupt nicht stimmen, mit den Nutzerzahlen von dort kenne ich mich gar nicht aus.
Kategorien: Medien
Mit Tag(s) versehen: Internetevolution, Lüge, Web 2.0
Wie so eben auf heute.de bekannt geben, bleibt Claus Kleber beim ZDF, er spricht sich wie er sagt nicht gegen das Print-Medium Spiegel, sondern „für das beste TV-Magazin“. Er wird also nicht Spiegel Chefredakteur, auch wenn er sich die Aufgabe nach eigenen Angaben zu getraut hätte. Ich denke, nur das Medium wird es allerdings nicht gewesen sein, dass ihn beim ZDF gehalten hat, schließlich hätte ihm beim Spiegel nach Informationen von tagesschau.de eine doppelt so hohes Gehalt gewinkt, das ZDF wird seinen Vertrag schätzungsweise um ein gutes Stück verbesser haben.
Für mich klingt diese Argumentation schlüssig, Kleber machte nie einen Hehl aus seiner Freude an Fernseh-Reportagen und den TV-Journalismus. Ich persönlich freue mich über diese Entscheidung, Kleber ist in seine Rolle als Chef des heute journals gut herein gewachsen und, Schieflage hin oder her, ich finde er macht seine Sache gut.
Man kann jetzt also gespannt sein, auf wen der Spiegel zurück greifen wird und wer sich darauf einlässt, so offensichtlich zweite Wahl zu sein und ob sich FR Chefredakteur Uwe Vorkötter oder sogar Zeit Chefredakteur Giovanni di Lorenzo dazu bereit erklären, liegt wohl in den Sternen. Man kann das ZDF also beglückwünschen, einen so fähigen Journalisten gehalten zu haben und dem Spiegel Glück wünschen auf der Suche nach einem neuen Chefredakteur.
Kategorien: Medien
Ich weiß gar nicht, was die Süddeutsche Zeitung hatte, als sie heute bemängelte, dass es noch zu keinem wirklich schönen Sommerloch Thema gekommen sei. Ich finde, es gibt eindeutig zuviele Sommerlochthemen.
Ich weiß auch nicht mehr mit welchem Thema es eigentlich anfing, welches ich wirklich gut fand war auf jeden Fall die Katastrophe dieses Sommers, weil schließlich kostet der Liter Milch im Aldi immer noch 62 Cent, wie das ganze letzte Jahr, also mindestens 50% Preiserhöhung würde ich tippen. Der Orangensaft, der sich aber von ich glaube 69 Cent im Laufe des ersten Halbjahres auf unverschämte 95 Cent verteuert hatte bleibt unerwähnt, eine Frechheit.
Sommerloch ist eigentlich ja schon, seit die Sicherheitsdebatte um Wolfgang Schäuble abgeflacht ist, auch wenn dieses Thema schon leichte Sommerloch-Tendenzen aufwies. Das erste Thema, was definitiv Sommerloch-Charakter hatte, war der Vorschlag unseres Bundespräsidenten, sein Amt künftig vom Volk wählen zu lassen, ich meine in dem Zuge hätte man dann eigentlich unsere ganze Verfassung neu schreiben können und Schäubles Sicherheitsgesetze gleich mit unterbringen können.
Ich dachte eigentlich mit dem Sommerlichen Börsencrash hätten wir das schlimmste überwunden, aber weit verfehlt, weil die CSU, immer gut für ein Sommerloch Thema, gestern vorschlug, doch den Pensionär Edmund „Ede“ Stoiber zum neuen Bundespräsidenten zu machen. Fänd ich auch nicht schlecht, weil das Amt ja praktisch so etwas ist, wie ein Oscar auf das Lebenswerk, also eine Auszeichnung für ein Leben, was dufte lief, aber keinen richtigen Höhepunkt gehabt hat, den hat unsere Angie dem Ede ja weggeschnappt.
Und als wäre das nicht genug, gibt es heute, neben dem bereits erwähnten Börsencrash, nicht ein nennenswertes Thema auf meiner Informationsseite. Da wären nach Russlands vorbreschen Streitereien um die Beanspruchung des Nordpols, Dänen beweisen, dass er ihnen gehört, die Kanadier beanspruchen ihn auch, um dort eine Militärbasis zu errichten und nun ja die Russen haben das alles ja losgetreten. Es ist ja nicht so, dass die Ansprüche auf den Nordpol schon lange geregelt sind, aber warum nicht, im Zuge der Verfassungsreform könnte die Bundesregierung auch Anspruch auf den Nordpol erheben und eine neue Konvention zur Grenzziehung vorschlagen, Stichwort Oder-Neiße-Linie, die Polen sind ja gerade geschwächt.
Das ist es aber tatsächlich nicht, das Topthema dieses Tages ist *trommelwirbel* die Schießbefehle der DDR-Grenzsoldaten an der deutsch-deutschen Grenze. Geht’s noch? Ich fass’ es nicht, es gibt solche Themen die einfach immer gehen, die Titanic titelte im Sommer 02 so schön: „Eine furchtbare Vermutung: War Hitler Antisemit?“ Ja, es gibt Erkenntnisse, die auch nach 60Jahren, bzw. im Fall der deutsch-deutschen Grenze nach fast 20 Jahren noch für Furore sorgen. Und nur damit keine falschen Ängste entstehen, das Normalbenzin bleibt uns erhalten und wird nicht abgeschafft, auch wenn preislich kein Unterschied mehr zu merken ist (die drittwichtigste Meldung des Tages) und da sage mal einer, wie hätten dieses Jahr kein anständiges Sommerloch, wenn man nicht im Urlaub ist, kann es ganz schön deprimierend werden für einen Nachrichten Junkie. Der Sommer 2002 hatte wenigstens eine anständige Meldung: „Rudolf Scharping ist zurück getreten“. Soweitsogut.
Arte Fans oder Politikstudenten/-wissenschaftler/-interessierte sollten sie kennen. Die politischen, wirtschaftlichen, historischen, militärischen Themen werden in ca. 10 Minuten mit Hilfe von eines umfangreichen Kartenarsenals abgehandelt. Die Sendungen sind stets hoch informativ und die Themen variieren von „Die Entstehung der Mafia“ bis zum „Geopolitischen Interesse Amerikas an Afrika“ o.ä.
Viele Sendungen sind über YouTube abrufbar und alles weitere kann man
meinem Sendungsportrait entnehmen, dass ich für ein Proseminar in
Medienwissenschaft angefertigt habe.
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