Wie so eben auf heute.de bekannt geben, bleibt Claus Kleber beim ZDF, er spricht sich wie er sagt nicht gegen das Print-Medium Spiegel, sondern „für das beste TV-Magazin“. Er wird also nicht Spiegel Chefredakteur, auch wenn er sich die Aufgabe nach eigenen Angaben zu getraut hätte. Ich denke, nur das Medium wird es allerdings nicht gewesen sein, dass ihn beim ZDF gehalten hat, schließlich hätte ihm beim Spiegel nach Informationen von tagesschau.de eine doppelt so hohes Gehalt gewinkt, das ZDF wird seinen Vertrag schätzungsweise um ein gutes Stück verbesser haben.
Für mich klingt diese Argumentation schlüssig, Kleber machte nie einen Hehl aus seiner Freude an Fernseh-Reportagen und den TV-Journalismus. Ich persönlich freue mich über diese Entscheidung, Kleber ist in seine Rolle als Chef des heute journals gut herein gewachsen und, Schieflage hin oder her, ich finde er macht seine Sache gut.
Man kann jetzt also gespannt sein, auf wen der Spiegel zurück greifen wird und wer sich darauf einlässt, so offensichtlich zweite Wahl zu sein und ob sich FR Chefredakteur Uwe Vorkötter oder sogar Zeit Chefredakteur Giovanni di Lorenzo dazu bereit erklären, liegt wohl in den Sternen. Man kann das ZDF also beglückwünschen, einen so fähigen Journalisten gehalten zu haben und dem Spiegel Glück wünschen auf der Suche nach einem neuen Chefredakteur.
2 Antworten bis hierher ↓
Jowinal // Dezember 12, 2007 um 11:23 |
Es geht mir wie Dir, Lukas. Kleber hat wohl eine gute Wahl getroffen. Wer den Fernsehjournalismus so routiniert beherrscht und dennoch jedes Mal aufs Neue erfrischende Akzente zu setzen weiß, sollte dort bleiben, wo sein Platz ist. Die Suche beim Spiegel geht indes weiter. Ich bin gespannt, wer als nächster Überraschungskandidat aus dem Hut gezogen wird. Die Nominierung Klebers hatte einerseits den positiven Aha-Effekt, andererseits scheinen Vorkötter und di Lorenzo nun verprellt. Evtl. wird am Ende dort Matthias Müller den Vorturner statt den Vize auf dem Posten des Chefredakteurs geben müssen. Wobei ich immer noch damit rechne, dass Gabor Steingart gut im Rennen liegt. We will see.
legastiger // Dezember 12, 2007 um 11:54 |
Also Di Lorenz wäre meiner Ansicht nach selbst daran schuld seine hervoragende Position bei der ZEIT, die er sich durch einen echten Auflage Aufschwung nach seiner Übernahme noch weiter gefestigt hat.
Eben hat er wieder mal seine Stärke im Fernsehen ausgespielt der Kleber, auf heute.de ist die Meldung, dass er bleibt die Topmeldung er selbst sagte dazu im heute journal praktisch 50/50 als ankündigen auf seine folgende Reportage: „und hier geht es weiter mit mir“ sehr schön, so unprätentiös kann man das auch machen.